»Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt«
Schiller
Ein Leben ohne Spiele kann ich mir nicht mehr vorstellen. Jeden Monat findet im Verein
Mensa ein Spielnachmittag statt. Der Nachmittag dauert 8-12 Stunden. Weiter als Soziologe/Sonderpädagoge spiele ich regelmässig mit begabten Kindern. Hier sind einige Empfehlungen:
Um es gleich vorweg zu nehmen: "Rasende Roboter" ist für mich eines der besten Spiele des Jahrgangs 1999. Selten ist mir ein Spiel untergekommen, dass bezüglich Spielerzahl und Spielplanaufbau so flexibel ist und gleichzeitig bei einfachsten Regeln eine unglaubliche Spieltiefe bietet.
- Die Werwölfe vom Düsterwald
Das Grauen geht um in dem kleinen Dorf am Rande des Düsterwaldes: Jede Nacht fallen Werwölfe über die schlafende Bevölkerung her und raffen einen Dorfbewohner dahin. Wenn die Bevölkerung am Morgen dann schließlich das entsetzliche Verbrechen entdeckt, schreitet der Mob zur Tat und lyncht einen der Tatverdächtigen. Ob es allerdings der Richtige war (also ein Werwolf) entscheidet sich erst nach seinem Ableben. So sind die Zielsetzungen klar: Die Werwölfe versuchen, die gesamte Dorfbevölkerung zu fressen, die jedoch will die Ungeheuer zur Strecke bringen, bevor sie ihr Ziel erreichen.
Sehr lustig ist die Rolle des Moderator, wenn einige Psychologen sich unter den Mitspielern befinden.
Neues Land wurde entdeckt, die Insel Puerto Rico, und dieses bietet reichlich Ressourcen und Möglichkeiten für eine neue Existenz. Die Ländereien eignen sich hervorragend für Tabak-, Zucker-, Indigo-, Mais- oder Kaffeplantagen und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch Städte entstehen und neue Kolonisten dort ihr Glück suchen. Und die Plantagenbesitzer und Stadtväter, die Mitspieler, warten schon sehnsüchtig auf diese wertvollen und für ein Wachstum notwendigen Arbeitskräfte!
Was soll man eigentlich über die Siedler von Catan noch Schreiben. Es gibt unzählige Internetseiten mit Beschreibungen, Bewertungen und Varianten zu einem Spiel.
So war das wohl auch bei Blokus, denn dieses Spiel kommt ohne jegliches Thema aus und muß das wohl auch. Auf einem 20 mal 20 Felder großen Spielplan werden je 21 Spielsteine in vier Farben von den Mitspielern nach gewissen Regeln abgelegt, so daß am Ende möglichst wenige, besser noch keine, oder zumindest möglichst kleine Spielsteine übrigbleiben. Es ist wie Tetris auf einem Spielbrett.
Wenn es je ein Spiel gab, das es verdient hat neu aufgelegt zu werden, dann dieses. Zumal der Vorgänger nur mit einer englischen Regel ausgestattet war. Da ich gerade von ausgestattet schreibe, besser ausgestattet ist jedoch das Orignial Spiel von Wizard of the Coast. Sechs Zinnroboter machen schon was her, wobei auch die Plastik-Roboter der Neuauflage witzig sind und nicht erst bemalt werden müssen. Abgesehen davon und von der Tatsache, daß die Neuauflage von Amigo (zunächst, denn das schreit geradezu nach einer Erweiterung!) nur bis vier Spieler für eine "Robo-Runde" vorsieht, sind auch schon die einzigen Unterschiede zum bewährten Klassiker. Naja, da wäre noch die Kleinigkeit, daß es keine Ausrüstungskarten gibt und dem Spiel nur vier Spielplanteile beiliegen. Aber das sind alles Dinge, die spätestens mit der von mir stark vermuteten Erweiterung behoben sein dürften.
Bis zur Spitze der Pyramide ...
Die zwei Spieler erhalten jeweils 15 Kugeln, die sie eine nach der anderen in Form einer Pyramide anordnen. Mit einfachen Prinzipien können Kugeln eingespart werden; der Sparsamste, der die letzte Kugel auf die Spitze der Pyramide legt, hat die Partie gewonnen.
Jeder der 16 Spielsteine hat vier unterschiedliche Charakteristika. Ziel des Spiels ist, eine Reihe aus vier Spielsteinen zu bilden, die eine Gemeinsamkeit aufweisen.
Aber glauben Sie nicht, daß Sie mit den Spielsteinen spielen können, die Ihnen passen: Ihr Gegner wählt die Spielsteine für Sie aus!