Blog von Ronja
**memoirs of a geisha**Gepostet von Ronja, 23.01.2006
-memoirs of a geisha-
Aschenputtel im Kimono Hat der Hollywood-Regisseur Rob Marshall Japan mit "Die Geisha" in einen kitschigen Vergnügungspark verwandelt? In jedem Fall. Ist die groß besetzte Liebes- und Leidensmär dennoch einen Kinobesuch wert? Olaf Schneekloth findet schon. Sie heißt Chiyo, doch man könnte sie auch Aschenputtel nennen. Rob Marshalls Bestsellerverfilmung "Die Geisha" erzählt das Märchen vom Schmuddelkind, das sich in eine Prinzessin verwandelt, als japanische Variante. Die Neunjährige muss in einem Geisha-Haus in Gion, an das sie ihr Vater Ende der zwanziger Jahre verscherbelt, die Drecksarbeit machen. Besitzerin des Ladens ist die strenge "Mutter" (ob ihr Vorname Puff oder Stief lautet, bleibt offen). Deren Vorzeige-Girl, Hatsumomo (Gong Li), besitzt neben Starallüren ganz klare Stiefschwester-Qualitäten: Sie drangsaliert, erniedrigt und quält Chiyo, wo sie kann. Einerseits aus purer Bosheit, andererseits weil sie Konkurrenz wittert. Zu Recht, wie sich bald zeigt. Dieser Film ist meiner Meinung nach mehr als sehenswert... Leute, denen Ziyi Zhang schon in Filmen wie house of the flying daggers gefallen hat wird auch dieser Film faszinieren. Obwohl, oder vieleicht gerade weil der Film die faszinierende Person der Geisha auf eine so leicht subtile Art behandelt. Was ich persöhnlich jedoch sehr schade finde, ist die Tatsache das im Film praktisch ausschliesslich Englisch gesprochen wird (hollywood production) und nicht Japanisch, was wohl daher kommt das die Hauptsarsteller chinesischer Herkunft sind.
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