Palman's Kuddelmuddel

und die Welt sieht besser aus

Kein Albtraum

Gepostet von Palman, 26.05.2004

Kein Albtraum
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dedsvshv

Es gibt Tage, an denen geht einfach alles schief, dann gibt es aber auch Tage, da ist alles noch viel schlimmer! Dieser Tag, von dem ich hier erzähle, war einer von denen, an dem alles sogar noch schlimmer war.
Schon als mich meine timergestellte HiFi-Anlage morgens um 6.20 Uhr mit ohrenbetäubenden Lärm aus dem Bett riss wusste ich, das würde nicht mein Tag werden. Durch diese unsanfte Störung meines gerade mal 3stündigen Schlafes musste wohl meine Katze, die meist unter meinem Bett ihre Ruhe fand, wahrlich ihre letzte Ruhe gefunden haben. Der Lärm hatte ihr sämtliche neun Leben auf einmal aus dem Körper gerissen. Doch zurück zu meinem "Tag des Schreckens". Mein Blutdruck senkte sich langsam wieder auf einen nicht mehr lebensgefährlichen Wert als ich mir das Frühstück zubereiten wollte. Der Blick in den Kühlschrank war wie eine Reise in die Vergangenheit, beinahe überall - und das war sowieso nicht gerade eine Menge - war das Verfallsdatum seit Tagen, wenn nicht sogar Wochen überschritten! Vielleicht hätte ich nach den Ferien zuerst frische Sachen einkaufen sollen anstatt mit Freunden die ganze Zeit nur herumzusaufen. Apropos, nun bemerkte ich erst meinen höllischen Sodbrand. Wäre ich ein Tier, würde sich wohl der WWF oder Greenpeace einschalten und versuchen mich vor den schmerzhaften Qualen zu befreien aber ich bin nun mal ein Mensch und auf mich alleine Gestellt. Selbst meine Mami war weit und breit nicht zu finden. Ich bewahrte ihre Asche in einem Einmachglas auf, welches irgendwo im Chaos des Wohnzimmers herumliegen sollte. Ich genehmigte mir schliesslich ein spartanisches Frühstück bestehend aus einem Schluck Milch. Mehr hatte ich nicht, wollte ich keine Salmonellenvergiftung riskieren.

Mit flauem Gefühl in der Magengegend begab ich mich dann ins Badezimmer. Milch verträgt sich einfach nicht mit Alkohol oder genauer: sechs Tequilas, zwei Liter Bier, einigen Whiskeys, so ungefähr einem halben Liter und irgendwelchen undefinierbaren Drinks! Während der Nassrasur schallte erneut ein bestialischer Lärm durch das ganze achte Stockwerk meines Wohnblocks. Ich bin zwar kein Arzt aber trotzdem würde ich sagen, dass ich - durch den Schock beinahe an die Decke springend - nur Knapp an meiner Hauptschlagader vorbeigeschnitten hatte. Verdammte Anti-Verschlaffunktion meines Radios! Es dauerte eine ganze Weile bis ich die Blutung gestoppt hatte. Meine Klamotten waren nun natürlich unbrauchbar, es sei denn, ich ginge zu einer Gruselparty. Ein frisches T-Shirt und andere Jeans und dieses Problem war behoben. Bevor ich das Haus verliess, klebte ich noch ein neues Pflaster auf meine klaffende Wunde. Im Auto kam ich erstmals an diesem Tag dazu mich etwas zu entspannen.

Unterwegs standen natürlich sämtliche Ampeln auf rot, was mir an diesem Morgen gerade recht war. Wie ich so dastand und die Ruhe genoss, bemerkte ich im Rückspiegel ein Fahrzeug, welches zwar langsam fuhr aber dennoch nicht anzuhalten schien. Schon wurde ich kräftig durchgeschüttelt. Auch das noch! Total geschafft beugte ich mich über mein Lenkrad. Dabei muss mein Fahrzeug wohl einige Meter auf die Kreuzung gerollt sein, denn es rüttelte schon wieder das ganze Auto. Ich richtete mich auf und sah gerade noch ein riesiges Rad eines Traktors über meine Motorhaube fahren. Das gab mir noch den Rest, ich war am Ende, am Boden zerstört, meine Nerven lagen blank. Ich sackte in meinem Sitz zusammen. Ein Klopfen an der Scheibe störte mich bei meinem Bad in Selbstmitleid. Eine ältere Dame stand da und entschuldigte sich dafür, dass sie mich von hinten angefahren hatte. Ich lächelte sie nur müde an, sie aber starrte mich mit glasigen Augen an, erblasste und fiel schliesslich zu Boden. Ich hatte ja keine Ahnung, dass ich ein solcher Ladykiller war! Erst als ich ausstieg um ihr zu helfen merkte ich, dass wohl meine Schnittwunde erneut aufgerissen war, denn wieder war ich fast am ganzen Körper mit Blut überströmt. Wirklich kein schöner Anblick.
Das herrschende Verkehrschaos an der Kreuzung wurde bald von Polizei und Feuerwehr geregelt. Mich hatte man vorläufig festgenommen um zu klären, welche Rolle ich in dieser mittleren Katastrophe spielte. Die alte Dame, welche mich hätte entlasten können, war mittlerweile ihren Verletzungen erlegen. Sie schlug ziemlich hart auf den kantigen Randstein auf, hätte sie einen Fahrradhelm getragen würde sie noch leben aber wer denkt schon daran. Ich konnte mich also schon auf einen ganzen Tag im Knast freuen. Nach gut zwei Stunden war also mein Tag schon gelaufen, dabei hätte ich doch heute meine neue Stelle antreten sollen. Ich sah schon die Kündigung ins Haus flattern, bereits am ersten Tag nicht zur Arbeit erschienen - toll! Nun war ich wirklich am tiefsten Punkt angelangt, ich glich einem Häufchen Elend. In diesem Moment erschien mir eine Lichtgestalt, es war wohl so etwas wie eine gute Fee. Genau genommen war es ein Engel. Es stellte sich heraus, dass der Himmel mir eine zweite Chance geben wollte, um diesen Tag ein wenig anders zu gestalten. Eigentlich ging es ja nur um die letzten vier Stunden aber immerhin! Natürlich wollte ich diese Möglichkeit nutzen und kaum hatte ich zugesagt erwachte ich in meinem Bett...

Es war gerade 5.00 Uhr früh, ich hatte also noch etwas Zeit bis ich aufstehen musste. Doch bevor ich mich wieder schlafen legte, zog ich meine Katze unter dem Bett hervor und setzte sie nach draussen. Dann kroch ich wieder unter die Decke. Um 6.20 Uhr wurde ich vom ohrenbetäubenden Lärm meiner HiFi-Anlage aus dem Bett gerissen. Es war genau so, wie ich es bereits erlebt hatte, mit dem Unterschied, dass meine Katze dieses Mal überlebt hatte. Ich zog mich an, gönnte mir einen Schluck Milch und stürzte mich anschliessend aus dem Fenster. Währenddem ich an der Fassade des Wohnblocks vorbeirauschte hörte ich noch, wie sich die Anti-Verschlaffunktion meines Radios wieder aktivierte. Dieser verdammte Lärm! Dann prallte ich auf. Genau auf meine Katze.



end
  • Yigg
  • Mr. Wong
up and down Seite 45 von 76 SUPERMEGANORMALOMAN

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um mehr über mich zu erfahren, kann man ja einfach mal meine seiten durchsehen und sich selbst ein Bild machen.

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