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Thurgauer Natural-Bodybuilderin Flurina Stahel fur WM qualifiziert

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Viel Fleiss, Disziplin und Verzicht

Mit dem Gewinn der Goldmedaille an den Schweizer Natural-Bodybuilding-Meisterschaften in Jona hat sich die 28-jährige Kreuzlingerin Flurina Stahel für die Weltmeisterschaften 2002 in New York qualifiziert.

Dass Bodybuilding (laut Duden eine «Trainingsmethode zur besonderen Ausbildung der Körpermuskulatur») weltweit einen überaus zweifelhaften Ruf geniesst, dafür zeichnen vor allem die Protagonisten der Profi-szene verantwortlich. Männer mit Oberarmen wie die Oberschenkel von Otto Normalverbraucher. Und ihre weiblichen Pendants, deren Stimmlage in die Tiefen der Bässe vorstossen und die sich – so behaupten zumindest zynische Zeitgenossen – frühmorgens öfter rasieren müssen als so mancher Mann. Solche Auswüchse können doch in gar keinem Fall mehr gesund sein, urteilt die grosse Mehrheit einhellig. Stimmt. Aber eine Gegenfrage sei erlaubt: Welcher Leistungssport ist das heute denn überhaupt noch? Und wer treibt die Aktiven dazu, verbotene Substanzen einzunehmen, im ungetrübten Wissen darum, dass diese mit grosser Wahrscheinlichkeit zu unangenehmen Nebenwirkungen oder gar zu Langzeitschäden füh-ren? Neben einer Portion Eigeninteressen vor allem der Erwartungsdruck der Öffentlichkeit. Noch schneller, noch höher, noch weiter, noch spektakulärer. Wen interessiert Mittelmass? Willkommen im Teufelskreis!

Lügendetektortest

Dass es auch anders geht, stellt die 28-jährige Thurgauerin Flurina Stahel unter Beweis. Als wir uns im Küpfer’s Gym in Kreuzlingen, wo sie seit zwei Jahren trainiert und vom Inhaber Bruno Küpfer betreut wird, zum Interviewtermin treffen, setzt es eine positive Überraschung ab. Das Gegenüber ist kein muskelbepacktes Mannweib, sondern eine durchaus attraktive junge Frau. Zwar gut durchtrainiert, aber keinesfalls maskulin.«Ich bin eine Natural-Bodybuilderin», weist die 28-Jährige gleich auf den wesentlichen Unterschied hin. Unerlaubte Substanzen seien in diesem Verband kein Thema. Bevor man überhaupt zur Schweizer Meisterschaft zugelassen wird, muss jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bei einer anerkannten Spezialistin in Basel einen rund 90-minütigen Lügendetektortest bestehen. «Das ist quasi das Eintrittsbillett. Ohne Test läuft gar nichts», so Stahel. Zudem wird der Urin aller SM-Medaillengewinner nach verbotenen Substanzen untersucht. Der Verband (Swiss Natural Bodybuilding Federation, kurz SNBF) will ganz sicher gehen, dass nicht schwarze Schafe seine Veranstaltungen in Verruf bringen können.Flurina Stahel hat das Kunststück fertig gebracht, innerhalb von nur zwei Jahren den Sprung vom Neuling zur Meisterin zu schaffen. Begonnen hat eigentlich alles im Mai 1999, als die aktive Sportlerin (Leichtathletik, Aerobic, Jazz-Tanz) ein Bandscheibenvorfall mit Lähmungserscheinungen dazu bewog, ein gezieltes (Rücken-/Bauch-)Krafttraining zu absolvieren. Das habe ihr dann so viel Spass gemacht, dass sie bald (August 1999) einmal begann, den ganzen Körper zu fordern und zu fördern.

Vize-Miss-Fitness

Offensichtlich hat die gelernte Röntgenassistentin auch eine ge-hörige Portion Talent und Anlagen mit in die Wiege gelegt bekommen. Ihre Muskulatur entwickelte sich schnell. Und schon bei ihrem ersten Wettkampf (Miss Fitness 2000) schaffte sie als Zweitklassierte den Sprung aufs Siegerpodest. «Dann habe ich aber etwas zuviel Muskeln zugelegt», erinnert sich die 28-Jährige. Ein Wechsel ins Lager der Bodybuilderinnen sei deshalb ein logischer Schritt gewesen.

Harte Vorbereitung

In dieser Wettkampfsparte dauert die direkte Vorbereitung auf einen Wettkampf zwischen 12 und 16 Wochen. Gefragt ist aber nicht nur grosser Trainingsfleiss, sondern in besonderem Masse auch Disziplin und Verzicht. Das Körperfett muss auf ein Minimum reduziert werden. Normal wiegt die 1,63 m grosse Thurgauerin rund 60 kg, am Wettkampftag sind es nur noch 53. Schokolade, Erdnüsse, Süssigkeiten, Pommes oder alkoholhaltige Getränke sind in dieser langen Zeit absolut tabu.Dafür stehen Pouletfleisch, Gemüse, Früchte und vor allem viel, viel Reis auf dem Menüplan. «Da muss jeder durch, der Erfolg in dieser Sportart haben möchte», weiss Stahel. 1,2 kg gekochter Reis pro Tag seien in der letzteWoche vor dem Wettkampf gang und gäbe. Variationen gibts eigentlich nur beim Drumherum. Auch Milchprodukte figurieren in den letzten beiden Monaten nicht mehr auf der Speisekarte.Ist eine solche Diät nicht auch eine besondere psychische Belastung? «Natürlich bin ich in dieser Phase gereizter. Da starte ich schon mal schnell von 0 auf 100 durch.» Sie könne dabei glücklicherweise auf das Verständnis ihres Lebenspartners und ihrer Arbeitskolleginnen zählen. Es habe aber auch eine positive Seite: «Man nimmt viel weniger ein Blatt vor den Mund und sagt, was man sonst nur denkt.»

Nicht nur Muskeln gefragt

Natürlich ist ein guter Body die Grundvoraussetzung für den Erfolg. Doch der Körper ist wenig wert, wenn das Posing (Körperhaltung) nicht perfekt klappt. Der Wettkampf besteht aus drei Teilen: 1. sieben Pflichtposen, 2. Symmetrieposing (alle vier Seiten) und 3. Kür (60 bis 90 Sekunden mit Musik). «Ins Posing haben wir enorm viel Zeit investiert», sagt Bruno Küpfer. In den letzten drei Wochen hat das Duo jeden Tag trainiert, zeitweise sogar zweimal. Stahel:«Dafür habe ich drei Wochen Ferien geopfert.» Es hat sich gelohnt: Die Teilnahme an der WM im Juni 2002 in New York hat sie auf sicher.

Fitness mit einem Clown

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Ein Höhepunkt an den Thurgauer Theater Tagen war bestimmt das neue Programm «Foolposition» von Olli Hauenstein, in dem der bekannte Clown zum vielseitigen Sportler wird.

Der international bekannte Clown Olli Hauenstein hat sich vor ein paar Jahren in Sommeri niedergelassen, in dessen Ruhe er gern zurückkehrt nach seinen Tourneen durch Europa und auf anderen Kontinenten. Hier erarbeitet er sich seine Programme und erprobt dann seine neuen Nummern zuerst einmal in der Region. So wie jetzt auch sein neues Stück «Foolposition». Wenn es ihm gelingt, die nüchternen Thurgauer Leute aus ihrer Reserve zu locken, dann kann ihm auch an anderen Orten der Lacherfolg sicher sein.

Gold oder Euro

Es ist ihm an diesem Abend mühelos gelungen, seine Fangemeinde an seinem Fitness- und Sportprogramm teilnehmen zu lassen, das mit hinterhältigen Anspielungen auf die unbedingt geforderte Sportlichkeit unserer Gesellschaft zielt. Das fängt an mit dem täglich zu absolvierenden Fitnessprogramm, den folterähnlichen Quälereien an Maschinen, nur um das Körpergewicht reduzieren zu können.Erst unter der abschliessenden Dusche ist es dann erlaubt, von wirklichen sportlichen Erfolgen zu träumen, etwa als Fackelläufer das olympische Feuer zu entzünden und sich später im Wettkampf Gold zu holen, «oder Euro», wie der angehende Sportler Olli dazwischenruft. Nun gibt es kein Halten mehr, Olli hat tapfer trainiert und sich auf Vordermann gebracht. Er macht als Velorennfahrer eine Berg- und Talfahrt, nimmt auch einen Sturz in Kauf und steht zum Schluss doch auf dem Siegerpodest, wobei er sich ständig im roten Trikot verheddert. Dann verwandelt er sich in einen Läufer, der ob der nicht endenwollenden Landeshymne in Tränen ausbricht. Fast übergangslos steht er danach als Goali im Tor. Weil das Spiel so einseitig verläuft, ruft er schnell per Natel seine Mami an – und prompt landet der Ball bei ihm im Tor.

Im Ring mit Kaputnik

So steigert sich Olli Hauenstein von Sportart zu Sportart in seinen clownesken Einfällen auf den alles entscheidenden Boxkampf hin. Er, der schmächtige Juniorenmeister aus Amriswil muss gegen den schwergewichtigen Russen Iwanow Kaputnik antreten. Das kann ja nicht gutgehen. Vor allem, da er sich einen Trainer aus dem Publikum geholt hat, der ihn viel zu wenig antreibt.Aber das Gute muss siegen, selbst im Sport. Der Applaus ist Olli in jedem Fall sicher, zumindest als durchtrainiertem Clown. Aber auch für seine Verwandlungskunst und den Einsatz seiner einfachen Requisiten, die unter seinen Händen ein erstaunliches Eigenleben bekommen: der Drahtkleiderbügel wird zur Lenkstange des Rennvelos, der Duschkopf zum Mikrofon, seine Jockey-Jacke zum Schachbrett und der umgekehrte Barhocker zum Golfwägelchen. Geschickt verbindet er die Sportnummern durch die ständig wiederkehrende Unterbrecher-Werbung, die zugleich die Verbandelung von Sport und Geschäft aufs Korn nimmt.

Sport kann so komisch sein

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Ein Höhepunkt an den Thurgauer Theater Tagen war das neue Programm «Foolposition» von Olli Hauenstein, in dem der bekannte Clown zum vielseitigen Sportler wird.

Sirnach – Der international bekannte Clown Olli Hauenstein hat sich vor ein paar Jahren in Sommeri niedergelassen, in dessen Ruhe er gern zurückkehrt nach seinen Tourneen durch Europa und auf anderen Kontinenten. Hier erarbeitet er sich seine Programme und erprobt dann seine neuen Nummern zuerst einmal in unserer Region, wie jetzt auch sein neues Stück «Foolposition». Wenn es ihm gelingt, die nüchternen Thurgauer Leute aus ihrer Reserve zu locken, dann kann ihm auch an anderen Orten der Lacherfolg sicher sein.

Es ist ihm an diesem Abend mühelos gelungen, seine Fangemeinde an seinem Fitness- und Sportprogramm teilnehmen zu lassen, das mit hinterhältigen Anspielungen auf die unbedingt geforderte Sportlichkeit unserer Gesellschaft zielt. Das fängt an mit dem täglich zu absolvierenden Fitnessprogramm, den folterähnlichen Quälereien an Maschinen, nur um das Körpergewicht reduzieren zu können. Erst unter der abschliessenden Dusche ist es dann erlaubt, von wirklichen sportlichen Erfolgen zu träumen, etwa als Fackelläufer das olympische Feuer zu entzünden und sich später im Wettkampf Gold zu holen, «oder Euro», wie der angehende Sportler Olli dazwischenruft.

Sieger und Verlierer

Nun gibt es kein Halten mehr, Olli hat tapfer trainiert und sich auf Vordermann gebracht. Er stürzt sich als Velorennfahrer auf eine Berg- und Talfahrt, nimmt auch einen Sturz in Kauf und steht zum Schluss doch auf dem Siegerpodest, wobei er sich ständig im roten Trikot verheddert. Dann verwandelt er sich in einen Läufer, der ob der nicht enden wollenden Landeshymne in Tränen ausbricht. Fast übergangslos steht er danach als Goali im Tor. Weil das Spiel so einseitig verläuft, ruft er schnell per Natel seine Mami an – und prompt landet der Ball bei ihm im Tor.
Dieser Misserfolg verleitet Olli dazu, nun als jugendliches Nachwuchstalent im Tennis aufzutreten, versehen mit einem riesigen Racket und Luftballons als Bällen, die er ungeniert ins Publikum schlägt.

Lachen ist auch ein Sport

So steigert sich Olli Hauenstein von Sportart zu Sportart in seinen clownesken Einfällen auf den alles entscheidenden Boxkampf hin. Er, der schmächtige Juniorenmeister aus Amriswil muss gegen den schwergewichtigen Russen Iwanow Kaputnik antreten. Das kann ja nicht gut gehen.

Vor allem, da er sich einen Trainer aus dem Publikum geholt hat, der ihn viel zu wenig antreibt. Aber das Gute muss siegen, selbst im Sport. Der Applaus ist Olli in jedem Fall sicher, zumindest als durchtrainiertem Clown. Aber auch für seine Verwandlungskunst und den Einsatz seiner einfachen Requisiten, die unter seinen Händen ein erstaunliches Eigenleben bekommen: der Drahtkleiderbügel wird zur Lenkstange des Rennvelos, der Duschkopf zum Mikrofon, seine Jockey-Jacke zum Schachbrett und der umgekehrte Barhocker zum Golfwägelchen. Geschickt verbindet er die isoliert daherkommenden Sportnummern durch die ständig wiederkehrende Unterbrecher-Werbung, die zugleich die Verbandelung von Sport und Geschäft aufs Korn nimmt. Wer jetzt nicht überzeugt wurde, Sport treiben zu müssen, sehe sich wenigstens Ollis Programm an – und lache sich gesund!

Fit hinter dem Schalter

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«Body & Mind», ein Programm zur betrieblichen Gesundheitsförderung der Raiffeisenbank Kleinwalsertal, ist Sieger des erstmals von der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) verliehenen Preises für Gesundheitsförderung und Prävention.

Die Internationale Bodenseekonferenz (IBK) hat vor fünf Jahren eine Kommission Gesundheit gegründet. Ziel ist es, die Bevölkerung in den Mitgliedsländern für Fragen der Gesundheitsförderung zu sensibilisieren, Synergien zu nutzen und Anbieter von Präventionsprogrammen international zu vernetzen.

Breite Definition

Auf Antrag der Kommission Gesundheit beschlossen die Regierungschefs der Mitgliedsländer im Dezember 1999, einen Preis für Gesundheitsförderung und Prävention auszuschreiben. Als Gesundheitsförderung definierte die Kommission «die Gesamtheit aller nicht-therapeutischen Massnahmen, die zur Entwicklung, Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit sowie zur Vermeidung und Bewältigung von verhaltens- und/oder verhältnisbezogenen Gesundheitsproblemen beitragen können».

114 Projekte

«Die Anzahl und die Qualität der eingereichten Projekte übertrafen die Erwartungen bei weitem», gab der Generalsekretär des Gesundheitsdepartements des Kantons St. Gallen, Roman Wüst, der zugleich Vorsitzender der IBK-Kommission Gesundheit ist, bei der Preisverleihung im Rahmen des IBK-Symposiums für Gesundheitsförderung und Prävention am Montag in Bregenz bekannt. Insgesamt wurden 114 Projekte eingereicht, davon 50 aus der Schweiz und aus dem Fürstentum Liechtenstein, 25 aus Vorarlberg, 20 aus Bayern und 19 aus Baden Württemberg. In den einzelnen Ländern wurden jeweils fünf Projekte nach einheitlichen Kriterien ausgewählt und an die internationale Jury weitergeleitet, die dann 16 Projekte für den Preis nominierte, erläuterte Wüst das Auswahlverfahren.

Fitness in der Bank

Mit dem ersten Preis – einer vom Vorarlberger Bildhauer Herbert Albrecht geschaffenen Bronzeskulptur – wurde das Projekt «Body & Mind» der Raiffeisenbank Kleinwalsertal ausgezeichnet. Ein internes Arbeitsteam der Bank hat ein ganzheitliches Programm für die Mitarbeiter entwickelt; dazu gehören Bewegung, Ernährung und Entspannung, rauchfreie Büros, ergonomische Stühle, strahlungsarme Monitore. Für Gymnastik wurde ein Fitnessraum eingerichtet, ein Trainer konzipiert Trainingsprogramme, zudem werden den Mitarbeitenden der Bank Mentaltraining und Entspannungstechniken angeboten. In jeder Abteilung der Bank stehen Körbe mit kostenlosem Obst für den täglichen Vitaminschub bereit. Zur Entlastung der Mitarbeiter von der Hausarbeit wurde ein Bügeldienst organisiert. Die Bank unterstützt die Gesundheits-Initiative der Mitarbeiter mit 60 000 Mark.

Wanderausstellung

16 Teilnehmer, deren Projekte von der Jury in die engere Auswahl genommen wurden, werden von der IBK eingeladen, diese Projekte im Rahmen einer Studienreise vor Ort kennen zu lernen. Zudem werden die Projekte in einer Wanderausstellung in den IBK-Mitgliedsländern gezeigt.

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